Abschlusserklärung
Bundeskongress 2021 in Dresden

Vom 3. bis 5. September trafen sich rund 80 Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen unserer Organisation aus dem gesamten Bundesgebiet, um sich zu psychologischen Themen mit Bezug zur Klimakrise auszutauschen. Den Auftakt bildete eine Demonstration mit Kundgebung in der Dresdner Innenstadt in Kooperation mit den Fridays for Future.

In unserer Abschlusserklärung rufen wir dazu auf, die anstehende Bundestagswahl vor allem zu einer Entscheidung für den Umwelt- und Klimaschutz und sozial-ökologische Gerechtigkeit zu machen.

Auf unserem Kongress wurden unter anderem folgende Ziele beraten:

  • Die weitere Unterstützung der Klimabewegung in ihren Zielen, die Trendwende zu wirksamen politischen Entscheidungen zur Einhaltung der Pariser Klimaziele, insbesondere der massiven Reduzierung des menschengemachten Treibhausgasausstoßes, zu erreichen.
  • Noch mehr Menschen zu ermutigen, für Klima- und Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit einzustehen und sich nicht nur im privaten, sondern vor allem im gemeinsamen politischen Verhalten für eine nachhaltige sozial-ökologische Transformation einzusetzen.
  • Mit den anderen Gesundheitsberufen und pädagogischen Berufsgruppen gemeinsam Zukunftsvorstellungen für ein an sozial-ökologischen Werten orientiertes, demokratisches Zusammenleben und ein krisenfestes Gesundheitssystem zu entwickeln, sowie Formate zur Bewältigung der Folgen der Klimakrise in der Breite zugänglich zu machen.
  • Die Bewusstmachung von Machtungleichgewichten zu verstärken, die eine sozial-ökologische Entwicklung verhindern und uns, unserer Umwelt und zukünftigen Generationen massiven Schaden zufügen.

Wir orientieren uns dabei an den Grundprinzipien, die Menschenrechte zu achten, Schaden für Mensch und Natur zu vermeiden und die Menschheit als Teil der an sich schützenswerten Natur zu betrachten. Wir stehen hinter dem wissenschaftlichen Konsens über die menschengemachte Erderhitzung und ihre katastrophalen Konsequenzen. Wir betonen dabei die besondere Verantwortlichkeit des globalen Nordens und appellieren an die Politik, die wenige verbleibende Zeit zu nutzen und diese Verantwortung endlich zu übernehmen.

Zum Hintergrund: Die Psy4F sind eine überinstitutionelle und überparteiliche Gruppierung von bundesweit über 1000 ehrenamtlich aktiven Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen, die ihr psychologisches und therapeutisches Fachwissen für den Umgang mit der Klimakrise und zur Förderung einer nachhaltigen Zukunft einbringen. Sie sehen sich als Teil der “For Future”-Bewegung und unterstützen deren Forderungen.