Du kannst bei einer Klimagerechtigkeitsgruppe oder als Psycholog*in/Psychotherapeut*in bei Psy4F in vielen Bereichen und mit unterschiedlich hohem Aufwand aktiv werden. Du brauchst noch Ideen? Dann schau dir an, was unsere Kolleg*innen bereits umgesetzt haben und sammle Inspiration für eigene Projekte.

Medien und Presse einbinden:

  • Wenn du lieber von zu Hause aus handeln willst, kannst du z.B. Leser*innenbriefe für Zeitungen schreiben
  • Wenn du dagegen das Rampenlicht suchst, kannst du mit der Presse sprechen und Interviews geben, z.B. im Rahmen einer Demo. Ergreife ruhig die Initiative und sprich deine Lokalredaktion an!

Bereits vorhandene Veranstaltungen nutzen:

  • Die Demos von FridaysForFuture oder anderen Klimagerechtigkeitsbewegungen bieten sich immer an, um als Teil der Psy4F Präsenz zu zeigen. Mit Flagge, Banner oder Infostand ist man besonders sichtbar und kommt außerdem mit den Menschen leichter ins Gespräch. Manche Psy4F bieten auch „Awareness“ auf Demos an. Das bedeutet, dass du als Psycholog*in Ansprechperson für Demo-Teilnehmende bist, die sich unwohl fühlen und Gesprächsbedarf haben.
  • Auf thematisch passenden Tagungen einen Infostand der Psy4F aufbauen. Die Regionalgruppe (RG) Würzburg macht es vor: Auf der Tagung „Reden reicht nicht!?“ in Würzburg baute die lokale RG einen Stand mit Informationsmaterialien der Psy4F auf und führte Gespräche mit den Tagungsteilnehmenden. Die Resonanz war sehr positiv: Die Neugierde vonseiten der Teilnehmenden war groß und viele Interessierte konnten sich vernetzen.
  • Besonders um neue Mitglieder zu akquirieren, lohnt es sich, die Orientierungswoche der lokalen Universität zu nutzen. Über den Kontakt zu Fachschaften für Psychologie-Studiengänge lässt sich hier leicht eine Informationsveranstaltung für Studierende organisieren.
  • Viele Universitäten oder Hochschulen veranstalten außerdem Messen, wie z.B. eine Ehrenamtsmesse oder Vortragsreihen zu Klimathemen. Dort kannst du mit einer kurzen Präsentation oder einem Infostand sichtbar werden und Interessierte anlocken.
  • An Podiumsdiskussionen teilnehmen, z.B. nach Filmvorführungen, wie die RG Münster, die von einem lokalen Verein zur Vorpremiere des Films „Rise Up“ eingeladen wurden. Bewältigte Nervosität vor Publikum inklusive 😉

Eigene Veranstaltungen durchführen:

  • Vorträge vor Kolleg*innen halten, wie z.B. eine Berliner Psy4F, die vor ihrem Therapeut*innen-Kollegium über die Klimakrise, das Artensterben und die wichtige Rolle der Psychologie bei der Bewältigung dieser Krisen berichtet hat.
  • Generell eignen sich Universitäten und (Volks-)Hochschulen oder andere Institute am besten, um eigene Vorträge oder auch Workshops zu geben. Hierfür kannst du auch leicht mit anderen Bewegungen und Organisationen kooperieren, wie es beispielsweise die RG Aachen gemeinsam mit HealthForFuture gemacht hat.
  • Wenn du deine Regionalgruppe vergrößern willst, organisiere am besten ein extra Willkommensplenum für neue Mitglieder oder Interessierte. Nutze das Plenum, um deine Gruppe ausführlich vorzustellen und Fragen zu beantworten.
  • Hast du keine Zeit einen eigenen Vortrag oder Workshop zu konzipieren? Dann nutze das, was bereits da ist. Nimm Kontakt zu einer der Autor*innen von Psy4F auf und veranstalte eine Lesung oder einen Journalclub.

Gespräche suchen:

  • Gesprächskreise über Klimagefühle initiieren: Wie z.B. in Berlin, wo regelmäßig Gesprächsrunden in Präsenz angeboten werden. Inspiration gibt es außerdem bei den Online-Gesprächsrunden der Psy4F, die an jedem 21. des Monats stattfinden.
  • Gegenseitige Bereicherung: Suche Gespräche mit Politiker*innen in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen wie z.B. Germanwatch oder Schwarm4Future, die unter anderem auch Gesprächstrainings anbieten.
  • Mit Bürger*innen der eigenen Stadt in Kontakt kommen wie z.B. mit der Postkarten Aktion in Lippstadt: Hier wurden zu verschiedenen Anlässen Postkarten an die Bürger*innen Lippstadts ausgegeben, auf denen diese die folgenden Fragen schriftlich beantworten konnten: „Was löst die Klimakrise in dir aus?“, „Was belastet dich am meisten?“, „Welchen Beitrag zum Klimaschutz könntest du leisten?“ und „Was meinst du, könnte der Beitrag Lippstadts sein?“. Die ausgefüllten Postkarten wurden anschließend an den Bürgermeister der Stadt übergeben und ein Gespräch mit ihm geführt.

Kreativ werden:

  • Achtsamkeitsmeditationen in der Fußgängerzone wie beim Psy4F Bundeskongress in Augsburg. Passant*innen wurden mit Schildern, wie z.B. „Was ist dir wirklich wichtig?“, zum Nachdenken angeregt.
  • Das Schaufenster in einer Buchhandlung mit Plakaten, Büchern und Veranstaltungshinweisen der Psy4F gestalten wie die RG Ulm.
  • Eine eigene Ausstellung in einem Museum gestalten. Hierfür eignen sich Plakate, Banner und Kunstwerke der Klimastreiks. Für akustische Kunstwerke können Aufnahmen der Streikparolen auf den Klimastreiks dienen.
  • „Kuscheln statt Kaufen“ als Gegenaktion zum Black Friday: Kostenlose Umarmungen gab es in der Augsburger Fußgänger*innenzone, um auf die Verschiebung der Bedürfnisbefriedigung aufmerksam zu machen und die Werte unserer Gesellschaft zu hinterfragen.